Der Unitas Verband

Beschreibung

 

Die Geschichte des Unitas Verbandes

Im Jahre 1855 wurde der Unitas Verband (UV) von Hermann Ludger Potthoff, nachdem neben einem Aktivenverein in Bonn ein zweiter Unitas Verein in Heidelberg entstanden war, gegründet.
Die Unitas Vereine basieren auf einer religiösen Grundlage und umfassen alle neben den Wissenschaftlichen Sitzungen, den Vereinsfesten auch das Lebensbundprinzip. Zudem gelten die Prinzipien virtus, scientia und amicitia für jeden Unitarier.
Zunächst war es nur Theologiestudenten möglich der Unitas beizutreten, doch ab dem Jahre 1887 wurde der UV vollständig für Studenten aller Fachbereiche geöffnet.
1891 erließ der damalige Papst Leo XIII das Verbot des Schlagens einer Bestimmungsmensur, in Folge dessen erlebten die katholischen Verbindungen einen hohen Zuspruch bei den Studenten, so dass es zu einer Gründungswelle von Vereinen kam.
Während dieser Gründungswelle wurde der UV in Verband der Wissenschaftlichen Katholischen Studentenvereine Unitas umbenannt.
Nach dem ersten Weltkrieg kommt es zu einer vermehrten Gründung von Neustudentischen Vereinen, die auf Grund ihrer Kriegserfahrung das Tragen von Uniform und Schlagen von Kneipen ablehnen.
Viele Unitarier beteiligten sich am Aufbau der Weimarer Politik und arbeiteten an der Ausarbeitung der Reichsverfassung mit, außerdem bekannte sich die Unitas ausnahmslos zur jungen Republik. Sie grenzt sich vom immer stärker auftretenden Rechtsdruck ab und tritt 1928 aus der Deutschen Studentenschaft aus, da diese immer mehr von rechtsextremem Gedankengut geprägt wurde und wenige Jahre später von der NSDAP geführt wurde.
Während der Zeit des Dritten Reiches wendet sich die Unitas vom Antisemitismus ab und wurde in Folge ihres Protestes am 20.06.1938 von Gestapo Chef Himmler als "staatsfeindliche Organisation" verboten.
Verbandsvermögen, Eigentum und Häuser der Aktivenvereine wurden beschlagnahmt, viele Unitarier verhaftet und trotzdem führte der UV seine Vereinsaktivitäten im Untergrund weiter.
Aufgrund der Tatsache, dass viele Unitarier schikaniert, bedroht, bespitzelt oder in verschiedene KZs verfrachtet wurden, flohen viele nach Brasilien oder in sie Schweiz.
Nach dem Krieg findet sich der UV im Jahre 1947 auf der 70. Generalversammlung wieder zusammen und bietet in der Nachkriegszeit vielen Menschen Halt, so wächst der Verband bis zum Jahr 1951 von 13 auf 44 Aktivenvereine.
Der Unitas Verband zeichnet sich nach dem Krieg in Arbeit für Kirche, Staat und ein geeintes Europa aus, so setzten sich die Unitarier Robert Schumann (franz. Außenminister) und Heinrich Krone (Bundesminister) für letzteren Punkt massiv ein.
Bis zu den Studentenunruhen im 1968 erlebt die Unitas eine Blütezeit in der etliche Vereine gegründet werden, doch zwischen 1968- 1974 schließen sich Krisenzeiten für Studentenverbindungen an, die auch den UV betrafen. Zu jener Zeit war traditionelles Studentenbrauchtum von den Studenten nicht besonders gefragt und passte ihrer Ansicht nicht zu ihrer Weltanschauung.
Ab den 1980er Jahren kann der Verband einen Anstieg der Vereinsmitglieder verzeichnen, zudem auch die Öffnung des Verbandes gegenüber Frauen im Jahre 1992 beitrug.
Im Jahre 2005 feierte der UV in Bonn als ältester katholischer Studentenverband sein 150 jähriges bestehen.

 

Homepage des Unitas Verbandes

Für weitere Informationen siehe www.unitas.org